Nihon kara konnichi wa :)
Erstmal Hallo an alle, schön dass ihr zu meinem Blog gefunden habt :)
Tut mir leid, dass es dann doch so lange gedauert hat, bis der erste Post kam, aber wie ihr euch vielleicht denken könnt habe ich seit ich hier bin absolut keine Zeit mehr ^.^
Das Erste was man in Japan lernt ist: Zeitverschwendung ist kein Problem, denn du wirst nie welche haben, die du verschwenden könntest. Eigentlich ist das auch ganz gut so, dann hat man keine Zeit für Heimweh (natürlich hab ich Heimweh...weder Abflug noch Ankunft 11 Stunden später hab ich mit trockenen Augen erlebt ...). Bisher habe ich nie das gemacht, was ich den Tag vorher geplant hatte zu tun. Aber am Besten fange ich wohl einfach vorne an:
Mein Erster Blick auf Japan (weiß nicht ob man es auf der verkleinerten Variante gut sieht...)
Ich bin nach 11 Stunden Flug am Internationalen Flughafen Narita, Tokyo angekommen. Naja, es ist Tokyos Flughafen (es gibt noch einen der ist nur für inländische Flüge - Haneda) aber Narita liegt nicht (mehr) in der Präfektur Tokyo sondern östlich davon in Chiba. Marlene- die auch am Austausch teilnimmt und im selben Wohnheim wohnt- und ich sind dann direkt von zwei japanischen Studentinnen abgeholt worden. "Meine" hieß Ina Eriko (Ina ist der Nachnamen, in Japan sagt man den immer zuerst) und war super lieb, konnte kein Wort deutsch und vielleicht 10 in englisch....aber es ging ^.^ Wir haben währen der 1,5 Stunden Bahnfahrt zum Wohnheim in gebrochenem Japanisch und mit Händen und Füßen unterhalten über alles mögliche. Sie wusste recht gut über Deutschland bescheid und wollte direkt ein paar Klischees bestätigt haben, wie alle die man kennen lernt.
Mein Wohnheim liegt übrigens ebenfalls nicht in der Präfektur Tokyo, sondern nördlich davon in Saitama. Die "Stadt" Tokyo gibt es im Grunde auch nicht, sondern es ist eher ein Konglomerat von Stadtteilen, -viertel und einzelnen kleinen Städten, die alle für sich genommen zwischen 50.000 und weit über 100.000 Einwohner haben. Die Grenzen zwischen den Städten sind aber seit Urzeiten soweit veschwommen, dass kein Mensch mehr merkt, wann er wo welche Stadt verlassen hat. Heute sagt man zu allen "Stadteil", obwohl im Namen noch die japanischen Schriftzeichen für Groß- oder Kleinstadt sind....Sind halt verrückt die Japaner ^.^
So, jetzt aber zu meine Wohnheim:
Es befindet sich wie erwähnt in Saitama, in Warabi-shi also Warabi-city. Vom Bahnhof aus, der Nishi-Kawaguchi heißt, läuft man ungefähr 10-15 Minuten, je nachdem wie eilig man es hat und zwar durch durchschnittlich 2-3 stöckige Einfamilienhäuser. Richtig ^.^ keine Hochhäuser oder Wolkenkratzer. Vereinzelt sind ein paar Gebäude größer, so wie mein Wohnheim mit 4 Stockwerken, oder die Polizeistation, oder das Rathaus von Warabi-shi. In jeder Straße gibt es alle paar Meter einen Spielplatz oder einen Schrein, einen Tempel oder gemeinsame Gärten, alles aber in Miniaturgröße.
Das Wohnheim selbst ist recht groß für Japanische Verhältnisse, es ist aber trotzdem typisch Japanisch, dh wenn man reinkommt ist nach 1-1,5 m erstmal eine Stufe und man darf erstmal Schuhe ausziehen. Mit Straßenschuhen ins Haus ist ein absolutes NO-G
O und man macht sich äußerst unbeliebt. Selbst im Zimmer haben wir nochmal so eine Stufe (wie ich finde eigentlich überflüssig, weil man ja dann net mehr die Socken auszieht für aufs Pakett oder so....) Mein Zimmer ist natürlich kleiner wie mein altes in Trier, hat aber jede Menge Stauraum, ein Schiebefenster (ebenfalls typisch Japanisch) mit verschiebbarem Moskitonetz (die Biester sind hier richtig übel aggressiv!), Kühlschrank, Air-con etc. Nur Küche und Bad muss man mit anderen Teilen, sind aber groß geräumig und werden jeden Tag geputzt ^.^ Äußerst praktisch, wenn man nicht einen Großteil nicht selbst putzen muss ;) Die Leute im Wohnheim sind alle super super lieb. Wir hatten am 19. eine "welcome-party" und war echt toll. Wir haben mit 50 Leuten japanisches Curry gekocht und danach gemütlich beieinander gesessen und auf englisch gequatscht. Nur die Tonnen von Amis, die hier sind, benehmen sich etwas seltsam. Wenn sie merken, dass sie nicht der Einzige Ami sind, verziehen sie sich in eine Ecke und man hat keine Chance mit ihnen zu reden. Sie quatschen nur mit anderen Amis und kapseln sich total ab. Aber naja ... do as you please ^.^ Ich hab mich mit zwei Thailändern (Wee und Fah), einer Russin (Alisa), einem Halb-Ami-Japaner (Kei), einer aus Hongkong ( Tina ^.^) und noch vielen anderen angefreundet. Außer mir und Marlene sind noch 4 andere Deutsche da, sowie ein Haufen verrückter Franzosen und auch ein paar Japaner.
Und hier fängt es schon an, dass man keine Zeit hat für irgendwas. Man trifft ständig jemanden, egal ob im Flur (die nach Geschlechtern getrennt sind) oder in der Küche und jeder fragt: "What are your plans for today?" und man antwortet und fragt dann natürlich seinerseits und irgendwie kommt dann immer am Schluss raus, dass man das selbe machen will und letztendlich macht man ein Treffpunkt aus und geht gemeinsam los.
Am Dritten Tag, also Sonntag den 20. wollte ich ursprünglich gemütlich mit dem Fahrrad (die können wir uns vom Wohnheim kostenlos für ein paar Stunden leihen) die Gegend erkunden und ein paar Tempel und Schreine besichtigen, die ich auf dem Stadtplan ausfindig gemacht hatte. Pustekuchen! Schon beim Frühstück kamen zahllose andere und erzählten das sie nach Roppongi (Stadtteil von Tokyo wo nur die Hochhäuser Armani etc beherbergen) fahren wollen, weil momentan ein japanisch-koreanisches Festival dort wäre und eine von unsrem Wohnheim dort tanzt. Klang natürlich super und jeder dachte, naja die Tempel, Schreine, Supermärkte und so weiter rennen ja nicht weg, da können wir ja morgen noch hin. Und am Ende sind über 10 Leute um 3 Uhr nachmittags erst zum Bahnhof und dann nach Roppongi gepilgert. Wir wurden natürlich alle ziemlich doof angeschaut. Ausländer sind eben doch noch etwas seltenes in Japan.
Roppongi war klasse!
Hier sind die ersten Hochhäuser Tokyos die ich in real life gesehen habe.Man kommt aus der U-Bahn raus und ist erstmal geschockt, wie winzig man doch ist und wie geil die Welt doch sein kann. Roppongi ist wie oben erwähnt das Viertel der Reichen und Superreichen, die in Hochhäuser-Armani-Anna Sui-Shops eben mal das nötige Zeug besorgen. Hier parken die schwarzen Mercedes, Lotus, Crysler etc nicht in einem schicken Parkhaus, sondern sie halten eben mal auf der Hauptstraße an, fahren halt noch so weit es geht nach links (hier is ja Linksverkehr) und die Chauffeure in schwarzen Anzügen mit weißen Handschuhen warten dann neben den geparkten Autos, bis ihre Herrchen und Frauchen aus dem food magazine für Superreiche wieder zurück sind. Und zwischen all dem unglaublichen Hochhäusern, bei deren Betrachten man sich den Hals verknackst, war dann das Festival. Leider haben wir die Bühne nicht sehen können, aber wir hatten fast freien Blick auf ne große Leinwand. Den ganzen Nachmittag bis in die Nacht (die hier übrigens extrem schnell kommt, kaum 15 Minuten Dämmerung) haben Koreaner traditionelle Tänze vorgeführt, traditionelles Theater, moderne Tänze, dazwischen wurde irgendwas erklärt, dass ich nicht so
recht verstanden hab ^.^'
Aber das wird schon noch. Immerhin habe ich verstanden, dass zur gleichen Zeit das selbe Festival in Seoul stattgefunden hat, nur haben dort Japaner ihre Sachen vorgetragen. Es war richtig super. Witzig war jedoch, dass es übelst voll war aber man hat es garnicht gemerkt. Die Japaner haben es irgendwie geschafft, dass man sich fühlt als stehe man in einem leeren Raum. Keiner schubst, keiner berührt dich, keiner gröhlt oder nervt irgendwie. Klasse :) !!!
Nach dem Festival sind wir dann alle noch mit der Bahn ein paar Stationen weiter nach Hibiya und sind essen gegangen. Wir haben soviel rumgealbert und gelacht, dass wir die anderen Gäste glaub ziemlich gestört haben aber - hey, man lebt nur einmal :) Halb 11 waren wir dann alle wieder im Wohnheim zurück. Ein richtig toller Tag war vorbei ;)
Heute wollte ich dann meine Pläne von gestern verwirklichen, aber wie ihr euch denken könnt, kam es natürlich doch wieder anders ^.^
Nach dem Frühstück haben sich vier von uns getroffen um mal zur Uni zu fahren und sich den Campus anzugucken. Also wieder ganz viele Ausländer ab zu Bahnhof und mit der Keihin-Tohoku-Line (die Bahn hat hier keine Nummer oder den Namen des Endbahnhofs, sondern sie sind nach irgnend was benannt, hab noch nicht herausgefunden nach was ) nach Yotsuya (dem Stadtteil in dem mein Campus liegt). Man fährt vom Wohnheim aus ungefähr eine ne 3/4 bis ganze Stunde und jeden Morgen werde ich wohl in der Rush-hour fahren müssen... :( Aber was muss das muss. Erstmal abwarten wie es wirklich wird.
Jedenfalls kommt man aus dem Bahnhof raus und guckt über eine gigantische Kreuzung rüber zu den ersten Uni-Gebäuden. Die meisten Gebäude sind recht groß aber keine Hochhäuser wie in Roppongi. Leider konnten wir aber nicht zur Office vom Overseas Liasion Center, weil gerade irgend eine spezielle Woche in Japan ist, in der so gut wie jeder frei hat. Das geht noch so bis Mittwoch. Danach haben auch erst wieder alle Banken auf - und ein Konto muss ich ja auch noch eröffnen.
So gefiel mir der Campus ganz gut, vor allem weil direkt nebendran und auch zwischendrin in den Straßen es viel Grün gibt. Wir haben einige Fußball- und Tennisfelder außerhalb vom Campus und direkt hintendran fängt der "Akasaka Imperial Residence Garden" an. Aber leider sind nur Teile davon öffentlich zugänglich. Mal sehen, ob man sich im Sommer dort irgendwo mit einer Decke hinpflanzen kann :) Allerdings soll es im Sommer auch extrem heiß und extrem schwül werden. Hm.
Auf dem Heimweg sind wir dann noch in Tokyos berühmtestes Elektro-Hightech-Technik-Viertel : Akihabara. Dort ist überhaupt nichts grün, ganz im Gegenteil. Hochhäuser, Beton, bunt plinkende, leuchtende, piepende, musik-spielende Plakate und Häuserwände. Wie der
Name ja vielleicht verrät, gibt es in Akihabara alles was man an Technik brauchen könnte und das meiste oft billiger als sonstwo in Tokyo. Sind dann in ein Geschäft das "Sofmap" heißt (wahrscheinlich haben sie das "t" vergessen...japanisches englisch ist noch schlimmer als deutsches englisch) und haben dort Zeug geschoppt. Es ist echt irre was es für eine Auswahl an Kameras, Handys, Fernsehern und und und gibt. Alles natürlich in jeder Farbe erhältlich auf japanisch oder englisch sprechend, mit Touchscreen oder remote-controlled und alles 5000-fach eingepackt (auch so eine japanische Eigenart). Jeder TV der ausgestellt ist läuft auf voller Lautstärke, ebenso jede Spielekonsole, jedes Radio, jede Stereoanlage. Dann läuft natürlich noch ein allgemeines Kaufhaus-Gedudel auf voller Lautstärke und einzelne Verkäufer haben Micros und Preisen den Hit des Tages an. Wenn man das Geschäft dann wieder verlässt ist man taub ...oder zumindest auf dem Weg dorthin. Aber so ist es auch in den Supermärkten. Schrecklichst!!!! Aber auch das ging vorbei und ich bin wieder heil im Wohnheim angekommen ;) Vielleicht schaffe ich es ja dann morgen meine Pläne zu verwirklichen.
Sonst gibt es garantiert noch viel mehr zu erzählen. Aber der Text ist jetzt schon so lange und ich bin ja noch ein bisschen hier und erlebe sicher noch super viel und kann euch daheim immer schön detailliert von denn henna nihonjin- den verrückten Japanern erzählen :)
Wenn ihr trotzdem noch etwas brennend wissen wollt, dann schreibt mir einfach! Ich bin abends (bei euch morgens) eigentlich immer online oder zumindest email entdecke ich ja irgendwann- früher oder später.
Ach ja noch etwas wichtiges: Ein MÄdel dass schon ein Semester lang hier ist, hat mir die Liste mit Sportkursen gezeigt und gesagt, es gäbe 2 Turnkurse auf der Sophia: Einer für Wettkämpfe, da hätte man jeden Tag 2-3 Stunden Training und einer der fürs Spaß haben da wäre, da hat man dann nur 3x die Woche 2 Stunden Training :) Bin also was das betrifft wunschlos glücklich. Trotz allem vermisse ich Deutschland schrecklich, manche Sachen, die wir als selbstverständlich erachten sind hier total abartig (wie zum Beispiel Nase putzen). Vor allem Familie und Freunde fehlen mir natürlich, auch wenn alle super lieb hier sind. Es ist einfach das tollste der Welt zuhause sich mit seinen Leute auf Dialekt unterhalten zu können. Und natürlich Sprudel und Brot :'(
Ok ok, ich will euch nicht vollheulen ^.^ Gibt Leute, die es schwerer haben als ich. Also, ich hoffe ich habe euch nicht gelangweilt, mein erster Post ist ok und ohne Rechtschreibfehler :S
Machts gut und schreibt mir! Ich will auch wissen was ihr so treibt!
Ich liebe dich mein Schatz, gerade jetzt, da ich so weit weg bin und du trotzdem bei mir bleibst und versuchst jeden Tag mit mir zu skypen, danke :)
Erstmal Hallo an alle, schön dass ihr zu meinem Blog gefunden habt :)
Tut mir leid, dass es dann doch so lange gedauert hat, bis der erste Post kam, aber wie ihr euch vielleicht denken könnt habe ich seit ich hier bin absolut keine Zeit mehr ^.^
Das Erste was man in Japan lernt ist: Zeitverschwendung ist kein Problem, denn du wirst nie welche haben, die du verschwenden könntest. Eigentlich ist das auch ganz gut so, dann hat man keine Zeit für Heimweh (natürlich hab ich Heimweh...weder Abflug noch Ankunft 11 Stunden später hab ich mit trockenen Augen erlebt ...). Bisher habe ich nie das gemacht, was ich den Tag vorher geplant hatte zu tun. Aber am Besten fange ich wohl einfach vorne an:
Ich bin nach 11 Stunden Flug am Internationalen Flughafen Narita, Tokyo angekommen. Naja, es ist Tokyos Flughafen (es gibt noch einen der ist nur für inländische Flüge - Haneda) aber Narita liegt nicht (mehr) in der Präfektur Tokyo sondern östlich davon in Chiba. Marlene- die auch am Austausch teilnimmt und im selben Wohnheim wohnt- und ich sind dann direkt von zwei japanischen Studentinnen abgeholt worden. "Meine" hieß Ina Eriko (Ina ist der Nachnamen, in Japan sagt man den immer zuerst) und war super lieb, konnte kein Wort deutsch und vielleicht 10 in englisch....aber es ging ^.^ Wir haben währen der 1,5 Stunden Bahnfahrt zum Wohnheim in gebrochenem Japanisch und mit Händen und Füßen unterhalten über alles mögliche. Sie wusste recht gut über Deutschland bescheid und wollte direkt ein paar Klischees bestätigt haben, wie alle die man kennen lernt.
Mein Wohnheim liegt übrigens ebenfalls nicht in der Präfektur Tokyo, sondern nördlich davon in Saitama. Die "Stadt" Tokyo gibt es im Grunde auch nicht, sondern es ist eher ein Konglomerat von Stadtteilen, -viertel und einzelnen kleinen Städten, die alle für sich genommen zwischen 50.000 und weit über 100.000 Einwohner haben. Die Grenzen zwischen den Städten sind aber seit Urzeiten soweit veschwommen, dass kein Mensch mehr merkt, wann er wo welche Stadt verlassen hat. Heute sagt man zu allen "Stadteil", obwohl im Namen noch die japanischen Schriftzeichen für Groß- oder Kleinstadt sind....Sind halt verrückt die Japaner ^.^
So, jetzt aber zu meine Wohnheim:
Es befindet sich wie erwähnt in Saitama, in Warabi-shi also Warabi-city. Vom Bahnhof aus, der Nishi-Kawaguchi heißt, läuft man ungefähr 10-15 Minuten, je nachdem wie eilig man es hat und zwar durch durchschnittlich 2-3 stöckige Einfamilienhäuser. Richtig ^.^ keine Hochhäuser oder Wolkenkratzer. Vereinzelt sind ein paar Gebäude größer, so wie mein Wohnheim mit 4 Stockwerken, oder die Polizeistation, oder das Rathaus von Warabi-shi. In jeder Straße gibt es alle paar Meter einen Spielplatz oder einen Schrein, einen Tempel oder gemeinsame Gärten, alles aber in Miniaturgröße.
Das Wohnheim selbst ist recht groß für Japanische Verhältnisse, es ist aber trotzdem typisch Japanisch, dh wenn man reinkommt ist nach 1-1,5 m erstmal eine Stufe und man darf erstmal Schuhe ausziehen. Mit Straßenschuhen ins Haus ist ein absolutes NO-G
Und hier fängt es schon an, dass man keine Zeit hat für irgendwas. Man trifft ständig jemanden, egal ob im Flur (die nach Geschlechtern getrennt sind) oder in der Küche und jeder fragt: "What are your plans for today?" und man antwortet und fragt dann natürlich seinerseits und irgendwie kommt dann immer am Schluss raus, dass man das selbe machen will und letztendlich macht man ein Treffpunkt aus und geht gemeinsam los.
Am Dritten Tag, also Sonntag den 20. wollte ich ursprünglich gemütlich mit dem Fahrrad (die können wir uns vom Wohnheim kostenlos für ein paar Stunden leihen) die Gegend erkunden und ein paar Tempel und Schreine besichtigen, die ich auf dem Stadtplan ausfindig gemacht hatte. Pustekuchen! Schon beim Frühstück kamen zahllose andere und erzählten das sie nach Roppongi (Stadtteil von Tokyo wo nur die Hochhäuser Armani etc beherbergen) fahren wollen, weil momentan ein japanisch-koreanisches Festival dort wäre und eine von unsrem Wohnheim dort tanzt. Klang natürlich super und jeder dachte, naja die Tempel, Schreine, Supermärkte und so weiter rennen ja nicht weg, da können wir ja morgen noch hin. Und am Ende sind über 10 Leute um 3 Uhr nachmittags erst zum Bahnhof und dann nach Roppongi gepilgert. Wir wurden natürlich alle ziemlich doof angeschaut. Ausländer sind eben doch noch etwas seltenes in Japan.
Roppongi war klasse!
Hier sind die ersten Hochhäuser Tokyos die ich in real life gesehen habe.Man kommt aus der U-Bahn raus und ist erstmal geschockt, wie winzig man doch ist und wie geil die Welt doch sein kann. Roppongi ist wie oben erwähnt das Viertel der Reichen und Superreichen, die in Hochhäuser-Armani-Anna Sui-Shops eben mal das nötige Zeug besorgen. Hier parken die schwarzen Mercedes, Lotus, Crysler etc nicht in einem schicken Parkhaus, sondern sie halten eben mal auf der Hauptstraße an, fahren halt noch so weit es geht nach links (hier is ja Linksverkehr) und die Chauffeure in schwarzen Anzügen mit weißen Handschuhen warten dann neben den geparkten Autos, bis ihre Herrchen und Frauchen aus dem food magazine für Superreiche wieder zurück sind. Und zwischen all dem unglaublichen Hochhäusern, bei deren Betrachten man sich den Hals verknackst, war dann das Festival. Leider haben wir die Bühne nicht sehen können, aber wir hatten fast freien Blick auf ne große Leinwand. Den ganzen Nachmittag bis in die Nacht (die hier übrigens extrem schnell kommt, kaum 15 Minuten Dämmerung) haben Koreaner traditionelle Tänze vorgeführt, traditionelles Theater, moderne Tänze, dazwischen wurde irgendwas erklärt, dass ich nicht so
Nach dem Festival sind wir dann alle noch mit der Bahn ein paar Stationen weiter nach Hibiya und sind essen gegangen. Wir haben soviel rumgealbert und gelacht, dass wir die anderen Gäste glaub ziemlich gestört haben aber - hey, man lebt nur einmal :) Halb 11 waren wir dann alle wieder im Wohnheim zurück. Ein richtig toller Tag war vorbei ;)
Heute wollte ich dann meine Pläne von gestern verwirklichen, aber wie ihr euch denken könnt, kam es natürlich doch wieder anders ^.^
Nach dem Frühstück haben sich vier von uns getroffen um mal zur Uni zu fahren und sich den Campus anzugucken. Also wieder ganz viele Ausländer ab zu Bahnhof und mit der Keihin-Tohoku-Line (die Bahn hat hier keine Nummer oder den Namen des Endbahnhofs, sondern sie sind nach irgnend was benannt, hab noch nicht herausgefunden nach was ) nach Yotsuya (dem Stadtteil in dem mein Campus liegt). Man fährt vom Wohnheim aus ungefähr eine ne 3/4 bis ganze Stunde und jeden Morgen werde ich wohl in der Rush-hour fahren müssen... :( Aber was muss das muss. Erstmal abwarten wie es wirklich wird.
Jedenfalls kommt man aus dem Bahnhof raus und guckt über eine gigantische Kreuzung rüber zu den ersten Uni-Gebäuden. Die meisten Gebäude sind recht groß aber keine Hochhäuser wie in Roppongi. Leider konnten wir aber nicht zur Office vom Overseas Liasion Center, weil gerade irgend eine spezielle Woche in Japan ist, in der so gut wie jeder frei hat. Das geht noch so bis Mittwoch. Danach haben auch erst wieder alle Banken auf - und ein Konto muss ich ja auch noch eröffnen.
Auf dem Heimweg sind wir dann noch in Tokyos berühmtestes Elektro-Hightech-Technik-Viertel : Akihabara. Dort ist überhaupt nichts grün, ganz im Gegenteil. Hochhäuser, Beton, bunt plinkende, leuchtende, piepende, musik-spielende Plakate und Häuserwände. Wie der
Sonst gibt es garantiert noch viel mehr zu erzählen. Aber der Text ist jetzt schon so lange und ich bin ja noch ein bisschen hier und erlebe sicher noch super viel und kann euch daheim immer schön detailliert von denn henna nihonjin- den verrückten Japanern erzählen :)
Wenn ihr trotzdem noch etwas brennend wissen wollt, dann schreibt mir einfach! Ich bin abends (bei euch morgens) eigentlich immer online oder zumindest email entdecke ich ja irgendwann- früher oder später.
Ach ja noch etwas wichtiges: Ein MÄdel dass schon ein Semester lang hier ist, hat mir die Liste mit Sportkursen gezeigt und gesagt, es gäbe 2 Turnkurse auf der Sophia: Einer für Wettkämpfe, da hätte man jeden Tag 2-3 Stunden Training und einer der fürs Spaß haben da wäre, da hat man dann nur 3x die Woche 2 Stunden Training :) Bin also was das betrifft wunschlos glücklich. Trotz allem vermisse ich Deutschland schrecklich, manche Sachen, die wir als selbstverständlich erachten sind hier total abartig (wie zum Beispiel Nase putzen). Vor allem Familie und Freunde fehlen mir natürlich, auch wenn alle super lieb hier sind. Es ist einfach das tollste der Welt zuhause sich mit seinen Leute auf Dialekt unterhalten zu können. Und natürlich Sprudel und Brot :'(
Ok ok, ich will euch nicht vollheulen ^.^ Gibt Leute, die es schwerer haben als ich. Also, ich hoffe ich habe euch nicht gelangweilt, mein erster Post ist ok und ohne Rechtschreibfehler :S
Machts gut und schreibt mir! Ich will auch wissen was ihr so treibt!
Ich liebe dich mein Schatz, gerade jetzt, da ich so weit weg bin und du trotzdem bei mir bleibst und versuchst jeden Tag mit mir zu skypen, danke :)
/\
AntwortenLöschen||
Maxi
So, dann will ich mal der Erste sein ^^: Also die Bilder sind echt cool, sau gute Quali, da kann man sich alles viel besser vorstellen was de schreibst :)
Wenn man auch gerne mal hin will, aber weiß dass man so schnell ned hinkommt, isses echt cool, ma raus zu finden wies dort so is, bin ma auf weiteres gespannt :)
...auch andersweitig bekannt als R.A.U.D.I. ;)
AntwortenLöschenHi Tina,
schön zu hörn, dass Du den Flug gut überstanden und Dich schon so gut in der weltweit grössten Metropolregion eingelebt hast!
Einfach nur GEIL! - DU zusammen mit weit mehr als 35 Mio. Menschen auf einem "Haufen"! 25% der gesamten Japaner leben hier! Einfach nur Wahnsinn! Die Stadt erschlägt einen ja schon allein nur mit Zahlen!
Und wie sie erst Dich erschlägt! ;)
Das kann man ja auch sehr ausführlich und detailliert Deinem Text entnehmen. Wirklich sehr schön geschildert, liest sich runter wie Butter - auch eindrucksvoll fototechnisch unterstrichen. (michael und ich haben schon gemeint dass die Bilder fast schon zu groß sind ^^)
Ich wünsch Dir noch eine gute Zeit mit vielen unvergesslichen Eindrücken und Erlebnissen.
Bin gespannt wenn Du von Deinem ersten Karaoke-Bar-Besuch schilderst. :-P Die gibts ja dort zuhauf!
Hau rein - denn Du weisst - Tokio schläft nie!
Gruß ;)
Hallo Tina,
AntwortenLöschenGruß von Vincent. Er ist ganz begeistert von Deinen Erlebnissen und Bildern. Gestern habe ich Sandra quer durch Deutschland gefahren (725 km!!!). Sie beginnt morgen am Samstag Ihre Ausbildung in Timmendorfer Strand. Dort sitzen wir gerade in einem Eiscafe, an der Strandpromenade, und lassen's uns gut gehen! :-)
Wenn ich wieder zu Hause bin, schicke ich Dir ein paar Bilder von hier oben...
liebe Grüße und alles Gute...
Vincent und Bernd
Nachdem mir mein Bruder mal die URL gegeben hat möchte ich gleich meine erste Frage loswerden: Wie wird das Naseputzen ersetzt? Durch auf den Boden rotzen wie in China oder durch hochziehen?^^
AntwortenLöschenIch wünsch dir noch viel Spass und übertreibs nicht mit dem Reisschnaps.
Hey,
AntwortenLöschenalso das Naseputzen ist nicht absolut tabu ;) Nur beim Essen und solchen Situationen ist es einfach super unhöflich, weil alles was aus dem Körper kommt als unrein angesehen wird. Die meisten ziehen einfach die Nase so langen hoch bis sie sie dann putzen können oder man geht einfach schnell auf die Toilette und macht das dann dort^.^ alles garnicht so wild :P
Hoffe ich konnte dir deine Frage beantworten ;)