Freitag, 25. Dezember 2009

Frohe Weihnachten

Hallo :)

Ich hab ganz vergessen noch was spektakuläres zu erzählen.
Letzte Woche (ich glaube es war Freitag früh) so gegen 5:40 bin ich wach geworden und dachte mir "???Irgendwas stimmt nicht! Verdammt, was ist los? Irgendwas stimmt nicht!" Als ich dann nach ein paar Sekunden richtig wach war, hab ich gemerkt, was nicht stimmte. Mein Bett hat übelst hin und hergeschwankt und -gewackelt. Als ich dann realisiert hab: ERDBEBEN! SCH***! wars auch schon wieder rum ;) Es hatte ungefähr die Stärke 3 bei uns, es ist nichts aus den Regalen gefallen und außer meinem schwankenden Bett war nichts los.
Trotzdem ist es echt ein mieses Gefühl, weil man eben nicht mal schnell wo hin gehen kann, wo es nicht wackelt...man muss es aussitzen ohne zu wissen, wann es aufhört, ob es noch stärker wird und dann, wenns rum ist, fragt man sich, ob es nicht gleich noch Nachbeben gibt.
Es ist wirklich etwas, dass man nicht unbedingt in seinem Leben erfahren muss. Ich hoffe ich erlebe keines mehr, und wenn nur super "Kleine".


Gestern war ich spontan mit ein paar Freunden noch in Tokyo (den Stadtteil Tokyo, nicht die ganze rießige Stadt). Dort gibt es auch noch einige große Illuminations, die wir uns angesehen haben. Damit ihr noch ein bisschen mehr japanische Weihnachtsstimmung bekommt, hier mal nur ein paar Bilder. Viel Spaß beim gucken:

















































































Ich hoffe es hat euch gefallen ;) Wir sehn uns dann nach Kyoto oder im neuen Jahr. Rutscht gut und haltet die Ohren steif :)

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Von drauß von Japan komm ich her...

....und muss euch sagen, es weihnachtet nicht sehr

Naja, also das ist übertrieben. Es weihnachtet auch in Japan ein wenig, jedoch auf eine ganz andere Art und Weise. Da Japan ja kein christliches Land ist (nur ungefähr 1-2% der Bevölkerung), hat Weihnachten hier natürlich nicht die Bedeutung, wie bei uns. Natürlich ist Weihnachten für die wenigen Christen hier, genau das Selbe wie bei uns. Es gibt jedoch für den Rest und den Hauptteil der Bevölkerung große Unterschiede, die sich in verschiedenen Dingen äußern.

Zum Beispiel haben weiterhin sämtliche Geschäfte geöffnet. Weihnachten ist hier nicht das bedeutendste Familienfest, sondern ein fest für die "kappuru" (die „japanische“ Aussprache für ein „couple“), also für die Verliebten und Pärchen, die sich die Illuminations anschauen, fein essen gehen, nach Disneyland oder Disneysea fahren etc. Also eher mit Valentinstag vergleichbar.

Das japanische Fest, dass etwa unserem Verständnis von Weihnachten gleich kommt, ist dann eher Neujahr. Da fährt jeder nach Hause zu seiner Familie und verbringt dort Sylvester und die ersten 2-3 Neujahrtage. Reisen ist in der Zeit einfach unmöglich, alle Hotels sind teilweise schon ein Jahr vorher ausgebucht zu dieser Zeit.


Neben diesem Unterschied, besteht Weihnachten hier in Japan auch hauptsächlich daraus, dass es die sogenannten Illuminations überall gibt. Bäume, Gebäude und eigentlich alles, auch einfaches Gras ist mit Milliarden von Glühbirnchen geschmückt. Es ist echt schön anzusehen, erinnert aber oft an den Film „Schöne Bescherung“… ^.^

Hinzu kommt, dass in jedem Geschäft Weihnachtsmusik läuft…volle Lautstärke, Dauerschleife...naja…



Weihnachtsmarkt, Plätzchen backen, Kerzen, Adventskalender und –kränze kennt man hier gar nicht. Das heißt, mittlerweile schon, weil es importiert wird. Ich hab mir auch in einem Importeurgeschäft einen Adventskaleder gekauft ;)


Seit einigen Jahren kommt regelmäßig im Dezember ein kleiner Weihnachtsmarkt aus Rothenburg ob der Tauber nach Roppongi Hills, wo es dann original deutschen Glühwein etc gibt. (Sehr zu meiner Freude, ich war natürlich dort. Nur Glühwein bei 17° C ist …sehr gewöhnungsbedürftig und nicht so das Wahre.)


In der Uni gab es 2 Weihnachtsfeiern. Eine vom „Haribo-Club“, ein Club von allen Deutsch studierenden Japanern und eine für die ganzen Austauschstudenten.

Letztere war echt super. Es wurde die größte Mensa der Uni hergerichtet, an vier riesigen Tischen gab es von Sushi über Häppchen bis Obst alles was das Herz begehrte und zu trinken ebenfalls alles von Softdrinks bis Bier, Sake und Umeshu (Pflaumenwein). Alles für lau:) Der Gospelchor hat gesungen und es gab eine Art Tombola.


Anschließend bin ich noch auf die Generalprobe der Cheerleader-Mannschaft (da hat ja eine Freundin von mir mitgemacht). Die hatten am nächsten Tag eine Competition. Ist schon krass was die machen, aber bei 5 mal pro Woche 3-4 Stunden Training, wundert es dann doch nicht.

na seht ihr meine Freundin??Fällt kaum auf mit ihren blonden Haaren ;)

Es war im Großen und Ganzen also schon recht weihnachtlich. Nur die Kälte und der Schnee haben wirklich sehr gefehlt. Deshalb kam bei mir zumindest nicht so wirklich Weihnachtsstimmung auf. Ich fühle mich immer noch wie im Oktober, dabei ist Heilig Abend.

Wow, das heißt aber auch, dass ich jetzt schon über 3 Monate hier bin!

Mittlerweile kann ich auch von mir behaupten, dass sich mein „Japanisch“ deutlich verbessert hat. Alltagsgespräche verstehe ich fast ohne Probleme, und wenn, dann hängt es nur noch an einem Wort. Das Hauptproblem ist und bleibt wahrscheinlich das Sprechen. Das ist aber in jeder Sprache einfach so. Üben, üben, üben.

Ach ja, mein Weihnachtsgeschenk, dass ich mir selbst mache, ist ein vier Tage Trip nach Kyoto und Nara. Beides ehemalige Hauptstädte, die zu den schönsten Japans gehören sollen…ich sag euch dann, ob es wirklich so ist :).

Bis dahin wünsche ich euch Frohe Weihnachten, feiert und esst für mich mit.

Und für alle dies noch nicht kennen, viel Spaß beim Gucken: