Samstag, 23. Januar 2010

Kyoto und Nara , 3. Tag

Hallo daheim :)

Hier nun der 3 Tag meiner kleinen Reise. Der dritte Tag war zweigeteilt. Vormittags waren Alisa und ich noch in Kyoto unterwegs, ab dem Mittag sind wir dann nach Nara gefahren in unser nächstes Hotel. Dieses mal war es jedoch ein "Hotel im japanischem Stil", das heißt ein Ryokan. Die Zimmer sind mit Tatami-Matten ausgelegt und man schläft auf dem Boden auf einem Futon. Das war schon ein tolles Erlebnis.

Nara war Japans erste Hauptstadt, noch vor Kyoto. Als der Kaiserhof dann nach Kyoto verlegt wurde, blieben lediglich die wahnsinns schönen Tempel und Schreine übrig.

Schaut euch einfach die Bilder an, dann versteht ihr schon, weshalb ich Nara so schön finde ;)

Am dritten Tag ging es morgens erstmal zum To-ji, ein buddhistischer Tempel im Süden von Kyoto. Die Pagode die ihr dort seht ist die höchste in ganz Japan :)



Danach ging es zurück zum Hotel, Sachen holen und ab nach Nara. Mit dem Zug von Kyoto aus dauert es ungefähr ne gute Stunde. Zuerst haben wir im Ryokan - dem traditionellen japanischen Hotel - unser Gepäck abgestellen. Danach sind Alisa und ich ein Stück außerhalb von Nara zum Horyu-ji gefahren- Japans älteste vollständig erhaltene Tempelanlage. Sie stammt noch aus der Nara-Zeit also aus dem 7. Jahrhundert.
Es war eiskalt an dem Tag aber es hat sich wirklich gelohnt! Der Himmel war überwiegend blau und der Horyu-ji ist der schönste Tempel, den ich bisher gesehen hab. Verblüffenderweise ist er recht unbekannt und liegt etwas abseits. Ganz zu unrecht wie ich finde.



Nachdem wir wieder am Ryokan waren sind wir mit dem Bus noch in ein nahe gelegenes Onsen gefahren. Ein Onsen ist eine heiße Quelle, die äußerst beliebt sind in Japan. Es ist wirklich ganz toll. Zunächst einmal wäscht man sich gründlich überall. Das passiert aber nicht unter einer Dusche, so wie man das in Europa machen würde vorm Baden, sondern man sitzt auf einem kleinen Hocker, hat eine Schale die man mit Wasser füllen kann und einen Duschkopf - Shampoo und Duschgel ist dort bereit gestellt. Nachdem man sich dann gewaschen hat geht man in eine von mehreren unterschiedlich heißen Becken und lässt die Seele baumeln. Es ist echt Laune und entspannt super.

Natürlich hab ich von dem Onsen keine Bilder machen. Dafür gibts jetzt noch welche vom Ryokan ;)


















Ok, das wars dann wieder für diesmal. Der nächste Eintrag ist dann zugleich auch der letzte für Kyoto bzw Nara. Ich hoffe ich schaffe es noch bevor ich heim fliege ;) Seit Kyoto und Nara ist ja auch wieder einiges passiert, aber das muss dann warten.
Also bis dann zum nächsten Mal!

Donnerstag, 7. Januar 2010

Kyoto die Zweite

Hallo :)

hier wie versprochen der zweite Tag in Kyoto.
Es gibt wieder nur eine kurze Beschreibung und darunter die zugehörigen Bilder in kleiner Auswahl. Wer Lust auf mehr hat, kann sich ja bei mir melden ;)

Eine kleine Beschwerde am Rande: schreibt mir doch mal wieder Kommentare. Ich bekomme natürlich alles, was ihr Micha sagt mit, aber ich fänds schöner, wenn ihrs mir direkt und persönlich sagt. Er ist schließlich nicht mein Briefkasten :)

So und jetzt zu den Bildern:

Zuerst sind wir zum Nishi-Hongan-Ji, ein Tempel in Zentralkyoto. "Nishi" bedeutet Westen, dh es gibt auch einen Östlichen, den Higashi-Hongan-Ji. Wir waren in beiden, doch der Östliche ist leider gerade eine Baustelle, deshalb gibt es jetzt nur Bilder vom Westlichen.

Der Nishi-Hongan-Ji wurde zuerst erbaut, im Jahre 1591 von Toyotomi Hideyoshi (für alle Geschichtsinteressierte: Hideyoshi war einer der "Drei großen Einiger" Japans, die Ende des 16. Jhd dafür gesorgt haben, das Japan nicht mehr aus hunderten kleiner "Fürstentümer" bestand).

Den Östlichen hat dann später 1602 ein anderer der 3 Einiger erbaut und zwar genau gegenüber dem Westlichen (die bauliche Ähnlichkeit ist verblüffend). Der Name des Erbauers: Tokugawa Ieyasu, wohl einer der größten Japaner überhaupt! Über ihn habe ich übrigens meine Facharbeit geschrieben ;)













Danach ging es weiter zu einem der schönsten Bauwerke dieser Welt!
Ich übertreibe nicht! Der Kinkaku-Ji oder auch der Goldene Pavillion ist atemberaubend schön!
Man findet ihn auf jeder Postkarte von Kyoto, er ist UNESCO Weltkulturerbe und allein eine Reise nach Japan wert.















Nächste Etappe war der benachbarte Ryoan-Ji, der hauptsächlich wegen seines Zen-Steingartens berühmt ist. Man sagt, der Garten hätte insgesamt 8 Felsen, aber egal wo man steht und schaut, man kann unmöglich alle 8 gleichzeitig sehen. Ich habs versucht und auf den besten Willen nur 7 gezählt...mir ist ein Rätsel wo der 8. sein soll....

Der Park um den Tempel hat aber definitiv dafür entschädigt. Irgendwie möchte man sowas auch gerne zu Hause haben.





































Kyoto war vor Tokyo die Hauptstadt von Japan und hieß damals noch Heian-kyo (Hauptstadt des Friedens). Zur Zeit als Kyoto Hauptstadt war, wohnte hier natürlich auch der Kaiser im "Gosho", so wird der Palast genannt. Leider ist er immer noch schwer zugänglich, man muss sich anmelden mit Reisepass, das Areal ist komplett umzäunt etc. Dementsprechend bekommt man schwer Bilder. Ich hab nur die Palastmauer erwischt.

Kyoto ist neben seinen Tempeln und Schreinen auch noch für seine Geishas berühmt (und nein das sind keine Prostetuierten!) Zwei der berühmtesten Geisha-viertel kann man heute noch anschauen. Die kleinen, engen Gässchen sind vollgestopft mit Teehäuser und Restaurants, in denen die Geishas ihre Kunden unterhielten (Konversation, Musik, Tanz etc.) Das hier ist Ponto-cho. (In Gion - dem anderen Viertel - waren wir natürlich auch).




















So das wars dann wieder mal. Den dritten Tag gibt es dann demnächst ;)


Freitag, 1. Januar 2010

akemashite omedetou <3


FROHES NEUES!!!!

Ich hoffe ihr seit alle gut im Jahr 2010 angekommen :) Ich war ja etwas früher dran als ihr. Ich nehme mal an, die meisten interessiert es sehr, wie man in Japan Sylvester verbringt. Dazu nur ganz kurz: es ist genauso unterschiedlich wie Weihnachten.

Sylvester bzw. Neujahr ist hier das Fest der Familie. Jeder fährt heim und abends sitzt man zusammen und schaut eine gewisse Musiksendung (jedes Jahr ungefähr 80% Einschaltquote), die 4-5 Stunden geht. Man ist "mochi" (Bällchen aus gestampften Reis, die super zäh sind und die jedes Jahr für ungefähr 10-12 Tote sorgen, weil sich vor allem alte Leute daran verschlucken und dann ersticken. Der Tipp der Regierung, um dem Erstickungstot vorzubeugen - Achtung kein Witz- Staubsauger bereit halten).

Um kurz vor Mitternacht werden dann die wichtigsten Tempel und Schreine gezeigt, die Punkt Mitternacht ihre Glocke läuten (meistens haben sie nur eine). Am nächsten Tag besucht dann die ganze Familie einen Schrein und bittet um Glück. Da das alle 120 Millionen Japaner gleichzeitig machen, steht man ungefähr 2-3 Stunden an. Irre die Japaner ^.^

Ich war heute mit ein paar Leuten aus dem Wohnheim auch an einem Schrein hier in Warabi. Selbst hier bei einem kleinen unbedeutenden Schrein, war die Schlange ewig lang. Wir haben dort nur gegessen (es werden extra Stände aufgebaut) und ich habe mir einen "daruma" gekauft, eine kleine Holzfigur, die keine Augen hat. Dh man muss die Augen selbst ausmalen. Zuerst nur eins während man sich etwas wünscht. Geht der Wunsch dann in Erfüllung malt man das nächste Auge aus.
Mein "daruma" steht für akademischen Erfolg (je nach Farbe haben sie ein anderes Aufgabenfeld). Mal schaun, was ich mir da speziell Wünsche für die Uni ;)

Soviel zu Sylvester.
Ist doch etwas länger geworden, sorry ^.^

Jetzt will ich nur noch sagen, dass ich 4 Tage in Kyoto war und es war unglaublich schön! Ich und Alisa sind super viel gelaufen und haben jede Menge Tempel und Schreine besucht. Insgesamt hab ich etwas über 4,6 GB Bilder geschossen :)
Ich kann natürlich nicht alles zeigen und erzählen, deshalb beschränke ich mich erstmal darauf einfach nur für den ersten Tag ein paar Bilder zu zeigen.

Ich hoffe euch gefällts und ihr bekommt auch mal Lust Japan live zu sehen ;)

Kiyomizu- dera (buddhistischer Tempel)


















Ninnenzaka und Sannenzaka ("2- und 3 -Jahresstraße")
kleine Gässchen, die vom Kiyomizu-dera den Berg hinunter führen und gepflastert sind mit Touristen - Souvenirlädchen. Hier findet man die ältesten Häuser Kyotos. Alles sehr romantisch :)














Chion-in (buddhistischer Tempel)
Chion-in hat eine riesige Anlage und eine besondere Halle mit einem "Nachtigal-Fußboden", der bei jeder kleinen Bewegung "singt". Damals eine Methode, um unerwünschte Besucher fern zu halten oder zumindest schnell zu bemerken. Leider konnten wir sie nicht besuchen/sehen. Dafür war der Zeitplan an dem Tag zu straff.



















Der berühmte Ginkaku-ji (der silberne Pavillion)