Sonntag, 30. Mai 2010

Jetzt ist es doch tatsächlich schon Ende Mai.

In zwei Monaten bin ich schon wieder zu hause in good old Germany und genieße gutes deutsches Brot ...*yamyamyam*

Die Unterschiede zu der japanischen Variante sind doch so enorm, dass ich hier und jetzt darüber mal genauer berichten will, dh vor allem von der Mensa der Sophia University (die ist nämlich auch ganz anders als deutsche Mensen).

Es geht schon einmal damit los, dass man im Internet oder am Aushang keinerlei Hinweise darauf findet, was es heute zu essen gibt. Es gibt nämlich kein Aushang. Stattdessen gibt es ein Schaukasten mit Bilder, Schildchen und Essensattrappen.
Der Schaukasten zeigt das ganze Menü an, das nicht wie in Deutschland, jeden Tag wechselt. Es gibt vielmehr jeden Tag die selben 10 Sorten Soba-, Ramen- oder Udonnudelsuppen (je mit unterschiedlicher Mixtur und Beilage), Curry in verschiedenen Ausfertigungen und ein oder zwei "daily bowls". Die bowls sind Gerichte mit Reis, die in einer Art großen Müslischüssel angerichtet werden- bowls eben ;)
Die bowls sind die einzigen Gerichte die sich täglich ändern.

Der ganze Speiseplan sieht dann so aus:

Hat man sich dann für sein Essen entschieden kauft man das Gericht vorab als Ticket am Automaten:


Das is ein bisschen knifflig, weil sämliche Namen nur auf japanisch da stehen, aber man gewöhnt sich dran ;)

Hat man dann sein Ticket gehts damit rein in die eigentliche Mensa und man stellt sich an die Schlange an, die die richtige Ticketnummer hat. An der Theke gibt man dann sein Ticket ab und bekommt im Austausch sein Essen.

Der Rest ist genauso, wie in den deutschen Mensen.
Der einzige weitere Unterschied ist, dass die Sophia 3 oder 4 Mensen hat. Die Mensa, in der ich meistens esse, befindet sich im 5. Stock eines 17-stöckigen Gebäudes. Der Vorteil dieser Mensa ist, dass sie eine Terasse im 6. Stock hat, auf der man draußen essen kann, mit einer wahnsinns-skyline von Shinjuku im Hintergrund ;)

Da macht das Essen gleich viel mehr Spaß oder?
Das wars leider schon ;) Bis demnächst ^.^

Sonntag, 16. Mai 2010

Hallo mal wieder :)

Nachdem ich nun fast eine Woche frei hatte, gehts wieder voll mit Unistress los. Aber ich fang mal ganz vorne an ^.^

Anfang Mai ist in Japan die "golden week". In einer Woche liegen 4 Feiertage und ein Wochenende so hintereinander, dass jeder Japaner quasi eine ganze Woche frei hat, ohne Urlaub nehmen zu müssen (Außer vielleicht einen Brückentag).

Die Feiertage sind: der Showa-Tag (Showa ist der Name eines Kaisers), der Tag der Verfassung, der "grüne" Tag (an dem alle auf der Straße Müll aufsammeln und putzen) und last but not least der Tag der Kinder.

Ich hatte auch Unifrei und hab mit ein paar Freunden Tagesausflüge gemacht. Ich war einen Tag lang in Kamakura, das südlich von Tokyo direkt am Meer liegt. Bekannt ist es aber für seinen Daibutsu (Großen Buddha).
Eine Statue von 30m Höhe.
Das schöne an dem Ausflug war einmal, dass wir ganz viel warn und es einen Waldweg zum Buddha gibt. Einmal wieder ein wenig Natur zu erleben war wirklich sehr erholsam- obwohl es gerade wegen der golden week seeeehr voll war.

Dann war ich noch einen Tag lang am Strand mit ausschließlich deutschen Austauschlern. Jeder hatte was selbstgemachtes oder gekauftes zum große Picknick beigesteuert (ich hatte Frikadellen gemacht). Es war schön warm, aber das Wasser ist doch noch zu kalt, war nur mit den Füßen drin ;)

Am Dritten Tag war ich mit 3 Mädels ans Randgebiet Tokyos gefahren zum Minka-en. Das ist ein Freilichtmuseum in dem alte japanische Bauernhäuser aus verschiedenen Epochen und Regionen ausgestellt sind. Sie alle sind noch echt gut in Schuss und einige werden noch befeuert und eines als Gaststätte betrieben.
Ein netter Opa hat sich uns als Guide angenommen (er macht das als Zeitvertreib ehrenamtlich) und uns sehr viel über die Bauweise und die frühe erdbebensichere Konstruktion der Bauernhäuser erklärt. Unglaublich wie "weit" die doch damals schon waren.
(@ Florian S.: Ich erklär dir das alles sehr gerne mal bei einem Glas Wein ;) )












Schließlich habe ich mir auch noch etwas Auszeit gegönnt, denn das Schlechte an der golden week ist, dass es bis zu den Ferien keinen einzigen Feiertag mehr gibt- zumindest an der Sophia :(
Jetzt heißt es arbeiten und arbeiten.
Ach ja, über einen guten Freund habe ich eine Tutorstelle bekommen. Ich trainiere einmal pro Woche Aussprache und Betonung der Erstis. Am Schwierigsten fällt ihnen noch das r vom l zu unterscheiden und ö, ü und o auseinander zu halten ^.^ Aber es wird, sie strengen sich sehr an und es macht sehr viel Spaß.

Bis demnächst WW :)